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Elektronische Bohranzeige ELBA.SAX

Mit dem Projekt Elektronische Bohranzeige Sachsen - ELBA.SAX wurde erstmalig in Sachsen exemplarisch ein behördenübergreifendes »Massenverfahren« der Verwaltung (durchschnittlich 2.000 Anzeigen pro Jahr) vollständig Ende zu Ende zu digitalisiert. Die maßgebliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung war eine detaillierte und umfassende Betrachtung der einzelnen Prozesse in den beteiligten Behörden. Seit 2016 können Bohranzeigen im Freistaat Sachsen über www.bohranzeige.sachsen.de digital eingereicht werden. Im März 2025 wurde die Elektronische Bohranzeige Sachsen - ELBA.SAX in das Portal ERDAUFSCHLUSS digital integriert.

Nutzer und Einsatzbereiche

Mit der Elektronischen Bohranzeige ELBA.SAX wird der Wirtschaft und Privatpersonen für die Anzeige- bzw. Antragsverfahren nach 

  • Geologiedatengesetz,
  • Bundesberggesetz und
  • Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit Sächsischem Wassergesetz

ein gebündelter Zugang zur Anzeige einer Bohrung bzw. eines Erdaufschlusses bei den zuständigen Behörden

  • Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie,
  • Sächsisches Oberbergamt und
  • den unteren Wasserbehörden der sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte

zur Verfügung gestellt.

Das System beinhaltet unter anderem:

  • die vollständige verfahrensbezogene Kommunikation,
  • die Übersicht über den Status der Anzeigen bzw. Anträge in den jeweiligen Verfahrensschritten,
  • die automatische Ermittlung der zuständigen Behörden,
  • eine Kartenanwendung zum Kennzeichnen der Lage des Vorhabens,
  • die automatische Ermittlung weiterer fachlicher Angaben zur Lage (z. B. Hohlraumgebiet).

Seit Integration von ELBA.SAX in das Portal ERDAUFSCHLUSS digital ist für die Nutzung der Online-Verwaltungsleistung die Authentifizierung über das ELSTER-Unternehmenskonto (bei Bedarf mit Berechtigungssteuerung) oder die BundID erforderlich.

Fachlicher Hintergrund

Jede Bohrung liefert Daten für die Bewertung des Untergrundes am jeweiligen Standort. Damit wird die Aussagefähigkeit zur geologischen Beschaffenheit (Hydrogeologie, Rohstoffgeologie und Ingenieurgeologie), Bodenkunde und Geothermie verbessert. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) erhält mit der Anzeige einer geplanten Bohrung die Möglichkeit, sich vor Ort selbst ein Bild sowohl vom Bohrvorhaben als auch vom hervorgebrachten Bohrgut zu machen. Es kann ergänzende Messungen vornehmen und die Qualität der Bohrergebnisse sichern.

Bei Eingriffen in den Untergrund besteht die Gefahr von unbekannten Risiken. Durch flächendeckende Daten über die Untergrundverhältnisse können kostspielige Fehlentscheidungen bei der unterirdischen Raumplanung vermieden werden, z. B. der Speicherung von Erdöl und Erdgas, der Anlage von Bergwerken und Tunnelbauten, der Endlagerung radioaktiver Abfälle, der Verpressung von Flüssigkeiten oder Gasen, im Trinkwasser- und Heilquellenschutz und vielem mehr.

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