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Innovationskommune 2014 bis 2016

Brandis ist die »Sächsische Innovationskommune 2014 – 2016«

Beurkundung Sächsische Innovationskommune

Der für IT- und E-Government in der Staatsverwaltung zuständige Abteilungsleiter Herr Sondermann überreicht dem Bürgermeister der Stadt Brandis Herrn Jesse die Urkunde.
(© Stadt Brandis)

Impulsgeber für das Projekt »Innovationskommune Sachsen« waren die Ausgangslage des Freistaats Sachsen bzw. die kommenden Herausforderungen. Durch den demografischen Wandel, das Auslaufen des Solidarpaktes II im Jahr 2019 und den Wegfall von EU-Steuermitteln sinken die Einnahmen des Freistaates. Dazu kommt eine sich ändernde Erwartungshaltung der Bürger und Unternehmen an staatliche Dienstleistungen. Nicht zuletzt ist mit einem verstärktem Wettbewerb um den Wirtschaftsstandort und um Fachkräfte zu rechnen.

Daher muss die moderne IT in der Verwaltung eine noch größere Rolle einnehmen. Der Freistaat Sachsen ist, abgesehen von den kreisfreien Städten Leipzig, Dresden und Chemnitz, geprägt vom ländlichem Raum und kleinen Kommunen mit durchschnittlich 6.400 Einwohnern. Diese haben dementsprechend nur geringe finanzielle und personelle Ressourcen. Die Entwicklung und der Einsatz von E-Government-Lösungen ist jedoch mit einem gewissen Kosten- und Personalaufwand verbunden, der von einzelnen Kommunen oftmals nicht gestemmt werden kann. Außerdem ist es für die Entwicklung von standardisierten Lösungen von Vorteil, wenn durch eine übergeordnete Stelle (zum Beispiel durch das SMI) koordiniert wird.

Einzelne E-Government-Projekte sollten daher auf ihre Umsetzbarkeit auf kommunaler Ebene geprüft werden. Dafür wurde der Wettbewerb zur Sächsischen Innovationskommune ausgerufen. Ziel war es, eine Kommune zu finden, die über einen Zeitraum von etwa drei Jahren Instrumente der Verwaltungsmodernisierung und E-Government einführen und nutzen will, um diese anschließend als Blaupausen auch für andere Kommunen zur Verfügung zu stellen.

Für den Wettbewerb zur Sächsischen Innovationskommune bewarben sich insgesamt 19 Kommunen. Die überwiegend positive Resonanz der Kommunen zeigte sich auch daran, dass die Finalisten dieses Wettbewerbs sich dazu bereit erklärt haben, ein Innovationsnetzwerk  zu gründen. Die in Brandis umgesetzten Instrumente sollen anschließend auf diese Kommunen übertragen werden.

Das Projekt erhält länderübergreifend eine positive Resonanz. E-Government Fachzeitschriften, wie »E-Government Computing« oder »Kommune21« haben bereits über die Innovationskommune berichtet. Auch im internationalen eGovernment-Wettbewerb 2016 gewann das Projekt den ersten Platz in der Kategorie »Bestes Kooperationsprojekt«.

Für das Projekt »Innovationskommune Sachsen« werden sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen benötigt. Das SMI unterstützt die Stadt Brandis mit einem Budget für den Zeitraum von 2014-2016 von bis zu einer Million Euro. Personell wird das Projekt sowohl vom SMI und der Stadt Brandis, als auch durch die externe PICTURE GmbH unterstützt.

Meilensteine der Innovationskommune Brandis (Stand: Juni 2016)

  • Neuer Internetauftritt: Der neue Internetauftritt der Stadt Brandis (neues Design) wurde umgesetzt. Die Integration der Funktionalitäten des Beteiligungsportals ist erfolgt, ebenso eine Webseiten-Übersetzung auf Englisch.
  • Brandis-App: Die Funktionalitäten einer Brandis-App (Informationsbereitstellung der Stadt; Meldemöglichkeiten zu Mängeln; Bürgerbeteiligung mit dem Beteiligungsportal) wurden abgestimmt, die Einführung musste aufgrund von Verzögerungen beim Dienstleister verschoben werden und ist nun für September 2016 geplant. Die Möglichkeiten der Nachnutzung durch andere Kommunen, insbesondere die des Innovationsnetzwerks, werden derzeit geprüft. Die Gemeinde-App der Stadt Brandis bildet einen Teil der verfolgten Multikanalstrategie. Mit dieser soll die Erreichbarkeit der Verwaltung, unabhängig von Ort und Zeit, auf verschiedenen Wegen sichergestellt werden.
Das Projekt »Mit-Mach-Stadt« wurde am 8. Februar 2016 von Frau Prof. Dr. Joost, Herrn Abteilungsleiter Sondermann und Herrn Bürgermeister Jesse der Öffentlichkeit in Brandis vorgestellt.

Das Projekt »Mit-Mach-Stadt« wurde am 8. Februar 2016 von Frau Prof. Dr. Joost, Herrn Abteilungsleiter Sondermann und Herrn Bürgermeister Jesse der Öffentlichkeit in Brandis vorgestellt. (v.r.n.l.)
(© SMI)

  • Bürgerbeteiligung: Das Beteiligungsportal Sachsen wurde eingesetzt für eine Bürgerbeteiligung zum Einzelhandelskonzept der Stadt Brandis. Weitere Formen der Bürgerbeteiligung werden – unter dem Motto »Projekt Mit-Mach-Stadt« in Zusammenarbeit mit dem Institut der Digitalen Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland – Frau Prof. Dr. Gesche Joost (Institut für Kommunikationsdesgin Berlin) umgesetzt. Hier werden innovative Möglichkeiten der Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern in Brandis erprobt und ihre Übertragbarkeit auf die kommunale und staatliche Ebene wissenschaftlich untersucht werden. Derzeit werden Workshops auf Vereinsebene durchgeführt.
  • Ratsinformationssystem: Ein Ratsinformationssystem wurde eingeführt (inkl. Ausstattung der Stadträte mit entsprechenden Endgeräten).
  • Behördentelefonnummer 115: Am 1. September 2015 erfolgte die Freischaltung der Behördenrufnummer 115. Hierfür wird das Servicecenter der Stadt Leipzig genutzt.
  • Leitbild: Mit der Erarbeitung eines Leitbildes wurde begonnen (Abschluss in 2016).
  • WLAN-Hotspots: Sie werden voraussichtlich im September 2016 freigeschaltet werden.
  • Innovative Ideen von Dritten: Die Stadt Brandis hat unter dem Motto »Finanzielle Unterstützung für innovative Ideen« einen Aufruf an Bürger, Vereine, Initiativen und Einrichtungen initiiert im Rahmen der Innovationskommune selbst Projekte einzureichen. Das Projekt »Geschichte schreiben« und das interaktive Stadtspiel »Kinder entdecken Brandis« sind dabei ausgewählt worden.
  • Imagefilm Innovationskommune: Der Imagefilm ist fertig gestellt und wird auf der Homepage der Stadt Brandis präsentiert. Er gliedert sich in einen allgemeinen Teil über die Stadt Brandis und einen speziellen Teil über das Projekt Innovationskommune. Der dritte Teil des Films wird derzeit vorbereitet. Der Film wurde auch auf der CeBIT 2016 präsentiert.

Folgende weitere Projektideen bestehen: Freundliches Rathaus mit Leitsystem, Nutzung des Bürgerkoffer/-terminal, ePayment / Bezahlterminals, interaktives Raum- und Mietmanagement, Energiemanagement. Diese Projektideen werden in den nächsten Wochen auf Realisierung in 2016 geprüft.

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Kontakt

Referat 63 - E-Government-Projekte, elektronische Vorgangsbearbeitung, Prozessmanagement, Bürgerservices

Aktualisierungsdatum: 03.04.2017
© Sächsisches Staatsministerium des Innern