Kommunales E-Government-Projekt: Labordatenschnittstelle und integrierte Gesundheitsberichterstattung
Das Projekt
Die Realisierung dieses Projektes erfolgte gemeinsam durch sächsische Kommunal- und Landesverwaltungen. Beteiligt waren alle Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, das Sächsische Staatsministerium für Soziales und das Statistische Landesamt.
Ziel dabei war vor allem, für gesetzlich vorgeschriebene Meldepflichten (Infektionen und Krankheitserreger) eine schnelle und medienbruchfreie Übermittlungsform von den Laboren zu den jeweiligen Meldeempfängern zu entwickeln. Darüber hinaus wurde erstmals ein standardisiertes System zur Meldung von Daten des Gesundheitswesens von Gesundheitsämtern an das Statistische Landesamt und das Staatsministerium entwickelt und in den Gesundheitsämtern eingeführt.
Die Zielgruppen
Das E-Government-Angebot richtet sich an die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte im Freistaat Sachsen.
Der Nutzen
Eine unverzügliche Übermittlung der Untersuchungsergebnisse führt zu schnellen Reaktionsmöglichkeiten für die Gesundheitsämter beim Auftreten gefährlicher Erreger und Krankheiten. Durch die medienbruchfreie Übermittlung der Meldungen werden in den Gesundheitsämtern personelle Ressourcen freigesetzt, welche zu einem großen Teil mit der Nacherfassung der per Fax oder Post eingegangenen Meldungen zur elektronischen Weiterverarbeitung beschäftigt waren. Darüber hinaus ermöglicht die entwickelte Lösung Zeit- und Portoeinsparung durch elektronische Übermittlung der Labordaten.
Ein weiteres Projektergebnis ist die Entwicklung standardisierter, elektronisch weiter bearbeitbarer Berichte über Verwaltungsebenen hinaus. Somit ist eine schnelle und sachsenweit einheitliche Gesundheitsberichterstattung und Information von Verwaltung, Bürger und Wirtschaft möglich. Diese standardisierten Berichte dienen darüber hinaus zur effizienten Entscheidungsfindung in gesundheitspolitischen Fragen.

